Ode an die Elektrode

Falls ihr auch zu den Menschen gehört, bei denen eine Glühbirne ganz selbstverständlich explodiert, wenn sie einen Raum betreten, willkommen in meiner Welt. Mit Technik hatte ich es noch nie so ganz. Zugegebenerweise habe ich mich inzwischen damit angefreundet, dass das 21. Jahrhundert digital stattfindet und meine Freude daran gefunden. Ich hinke im Verständnis leider immer noch hinterher. „Ode an die Elektrode“ weiterlesen

Und dann es geht doch

Nachdem ihr inzwischen wisst, dass ich mich gerne über Dinge beschwere (wie wir in Österreich sagen: sudere), möchte ich mich einmal von einer anderen Seite zeigen. Ich meine natürlich nicht, dass ich vom „Beschweren“ zum „lauthals Schimpfen“ wechseln will. Ich werde euch von Dingen erzählen, die ich für mich mit dem Moment meiner Diagnosestellung abgeschrieben waren, ich inzwischen aber erleben konnte, denn manches wird nicht so heiß gegessen, wie es gekocht wird. „Und dann es geht doch“ weiterlesen

Liebes Christkind

Vermutlich bin ich schon etwas zu alt, um ans Christkind zu glauben, aber nachdem wir uns seit Monaten mit Corona rumschlagen, habe ich zum ersten Mal seit Jahren die Zeit, mich vom Geist der zukünftigen Weihnacht abholen zu lassen. In meiner Wohnung sieht es aus, als wäre eine Armee aus Glitzer befüllten Zauberwichteln explodiert und es duftet nach Keksen, die ich in erschreckend kurzer Zeit aufgefuttert habe. Letztes Jahr hätte ich mir die Ohren wohl eher mit einer Nagelschere abgeschnitten, anstatt Weihnachtslieder mit ihnen zu hören, heuer „Jingle bells, jingle bells….“ „Liebes Christkind“ weiterlesen

Lust, Leidenschaft und Long-QT

Körperliche Nähe kann etwas Wunderbares sein. Man schmiegt sich aneinander, ist sich nahe, hört den Herzschlag des anderen und in meinem Fall, stöhnt laut auf, weil das Gegenüber sich auf meine linke Seite kuschelt und den ICD als Kopfkissen benutzt. Es beginnt in meiner Brust unangenehm zu ziepen und vor meinem inneren Auge bekomme ich sofort Bilder von Elektroden geliefert, die sich an Knochen reiben. So komme ich natürlich am schnellsten in Stimmung. „Lust, Leidenschaft und Long-QT“ weiterlesen

Teilt euch auf!

Ich oute mich jetzt einmal als absoluter Horrorfan. Wenn ich mich bei Filmen oder Büchern gruseln kann, bin ich glücklich. Leider erschrecke ich mich nur sehr selten. Es könnte eventuell an den Betarezeptorenblockern liegen, den immer wiederkehrenden Geschichten oder ich bin einfach abgestumpft. Wenn die Medien etwas sagen wie: „Die Besucher haben weinend den Kinosaal verlassen“ oder „Achtung, diesen Film sollten sie nur anschauen, wenn sie wirklich starke Nerven haben“, sitze ich alleine in meinem dunklen Wohnzimmer und genieße das seichte Entertainment, während Porzellanpuppen und Clowns mich aus den umliegenden Regalen anstarren. „Teilt euch auf!“ weiterlesen